Veranstaltungen
Bevorstehende Events
Biotopverbund ist ein wichtiges Ziel des Naturschutzes. Mit der breiten steirischen Initiative „NaturVerbunden Steiermark“ zum Schutz und zur Verbesserung der Funktionen der steirischen Kulturlandschaft rückt es ins Zentrum vieler Naturschutzinitiativen des Landes Steiermark. Doch was steckt fachlich hinter diesem Konzept? Warum braucht es einen funktionierenden Biotopverbund, um unsere Artenvielfalt langfristig zu erhalten? Und wie steht es um den Biotopverbund in der Steiermark? Das Seminar soll diese Fragestellungen aus naturschutzfachlicher Sicht beleuchten und ein grundlegendes Verständnis für die Notwendigkeit kleinerer und größerer „Kernlebensräume“ und funktionierender Korridore entwickeln.
Ziel: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlangen grundlegendes Wissen über (populations-)biologische Grundlagen des Biotopverbunds und ökologische Zusammenhänge in der heimischen Landschaft sowie konkretes Wissen zum Zustand des Biotopverbunds in verschiedenen Naturräumen der Steiermark.
Begehungen mit Aktiven, die den Biotopverbund Südoststeiermark vorantreiben und der Austausch mit regionalen Akteur:innen der Initiative „NaturVerbunden Steiermark“ prägten den Start der Modellregion.
Bald schon folgten Anfragen zur Umsetzung:
Wie gestalten wir eine Biodiversitätsinsel? Wie baut man eine Käferburg? Wo gibt es geeignete Saatgutmischungen für eine Wildblumenwiese? Wie dekorativ und für die Artenvielfalt gärtnern? Welche heimischen Sträucher sind standortgerecht für Freiflächen-PV-Anlagen oder die Bepflanzung von Retentionswällen? Wie kann ein Gemeinde-Parkplatz nachhaltig begrünt, eine Gemeinde-Wiese einfach, als Hingucker für Bevölkerung und Gäste und sinnvoll für die Artenvielfalt bewirtschaftet werden? Wie artenreich ist die Schaufläche des Biosphärenparks Unteres Murtal? Wie können wir Altarme der Raab aufwerten?
Ziel: Ziel des Webinars ist es, Praxisbeispiele aus den Bereichen Schule, Gemeinde, Betrieb, Naturraum bzw. Schutzgebiet zu zeigen, so dass Teilnehmer:innen Ideen und Praxistipps für eigene Biotopverbund-Projekte und Netzwerkpartnerinnen und -partner erhalten.
Verbundene Lebensräume sind entscheidend für den Erhalt unserer Artenvielfalt. Tiere, Pflanzen und Pilze sind wichtige Helfer beim Humusaufbau, der Bestäubung von Obst und Gemüse, halten Schädlinge in Schach und prägen unsere Landschaft. Sie erhalten damit unsere Lebensqualität und einen zukunftsfähigen Lebensraum.
Viele Arten können in kleinen, isolierten Biotopen auf Dauer nicht überleben – für sie steigt das Risiko des lokalen Aussterbens. Um den weiteren Artenrückgang zu verhindern, müssen Möglichkeiten zum Austausch und zur Besiedlung geschaffen werden. Hierbei spielt der Erhalt und die Weiterentwicklung von Biotopverbünden eine essentielle Rolle, denn effektive Biotopverbünde helfen unsere biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern.
Wie die Vernetzung von Lebensräumen, durch Aufwertung und Neuschaffung von sogenannten Trittsteinbiotopen und Bewegungskorridoren, in der Praxis in Deutschland umgesetzt wird, ist Thema dieses Webinars.
Ziel: Ziel des Webinars ist es, anhand verschiedener Praxisbeispiele aus Deutschland den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über mögliche Maßnahmen zum Erhalt, zur Stärkung und zur Weiterentwicklung von Biotopverbünden zu geben – und zu zeigen, welche Effekte die Vernetzung von Biotopen für die Artenvielfalt hat.
Webinar „Mit Kindern am Fensterbrett gärtnern“ am 25. Februar 2026, 16-17 Uhr
Gärtnern ohne Garten – Natur erleben am Fensterbrett
Auch ohne Garten und selbst in der kalten Jahreszeit können Kinder spannende Naturerfahrungen sammeln. Das Webinar zeigt praktische Methoden auf, wie bereits ein kleines Fensterbrett zum grünen Lernort werden kann und so einen wichtigen ersten Beitrag für mehr Naturverbundenheit darstellt.
Das Webinar ist kostenfrei und wird im Rahmen des Projektes „Vielfalt im Schulgarten“ von Land Steiermark und Europäischer Union finanziert.
Die Veranstaltung wird über Zoom abgehalten. Die Zugangsdaten werden bei der Anmeldung übermittelt.
Hier geht es zur Anmeldung.
Die Artenvielfalt in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft zu bewahren stellt Naturschützer*innen vor große Herausforderungen. Ein entscheidender Ansatz ist die Vernetzung gefährdeter Lebensräume. An zwei Beispielen aus der Südoststeiermark soll gezeigt werden, wie ein Mosaik aus verbundenen Naturflächen Tier- und Pflanzenarten das Überleben sichern kann. Zudem werden spezielle Untersuchungen zu zwei Schutzgütern – der Rotbeinige Erdbock und die Wanstschrecke – näher vorgestellt.
Ziel: Ziel ist es Interessierten anhand von zwei Umsetzungsbeispielen (inkl. zu bewältigender Herausforderungen) zu zeigen, wie Artenvielfalt nachhaltig gefördert werden kann.
Anmerkung: Die Veranstaltung wird über Zoom abgehalten. Die Zugangsdaten übermitteln wir Ihnen einen Tag vor der Veranstaltung.
Termin: Montag, 9. März 2026, 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Preis: Teilnahme frei!
Grundzusammenlegungsverfahren dienen der ländlichen Neuordnung und haben die Optimierung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen zum Ziel. Dabei muss jedoch auch auf ökologische Belange Rücksicht genommen werden, wodurch noch bestehende Biotope in der Landschaft erhalten und erweitert bzw. im Bedarfsfall sogar neu angelegt werden können. Diese „Ökoflächen“ bieten Tieren, Pflanzen und Pilzen Nahrungs-, Rückzugs-, Brut- und Ausbreitungsmöglichkeiten, erfüllen aber auch Funktionen wie Erosionsschutz oder Wasserrückhalt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung solcher Biotope in den ansonsten großflächigen Agrargebieten, also der Realisierung eines Biotopverbundsystems.
Ziel: Dieses Webinar soll einen Überblick darüber bieten, was Grundzusammenlegungsverfahren sind, wozu und wie sie durchgeführt werden und welche Auswirkungen sie für die Natur in den jeweiligen Gebieten haben. Anhand von Beispielen werden positive Effekte aber auch Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Ökoflächen besprochen.
Flüsse wie die Raab prägen unsere Landschaft. Strukturreiche Flusslebensräume, die ein vielfältiges Flussbett mit den Ufern vernetzen, sind entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt. Sie schaffen neue Kleinlebensräume und sichere Wanderkorridore für Fische, Vögel, Reptilien, Insekten und Pflanzen. Am Raab-Abschnitt Kirchberg–Rohr zeigen wir zum UN-Wassertag, wie wasserbauliche Maßnahmen Strukturvielfalt fördern. Durch Lenkbuhnen und kleinräumige Uferstrukturierungen wird die Gewässerstrecke ökologisch aufgewertet. Ingenieurbiologische Elemente schaffen natürliche Breiten- und Tiefenvariabilität und verbessern so die Lebensräume – auch für uns beim Wandern entlang naturnaher Flüsse.
Ziel: Die Exkursion zeigt, wie aus einem geraden, strukturlosen Verlauf durch wasserbauliche Maßnahmen Flussbett und Ufer dynamisch umgestaltet werden können und welche Tier- und Pflanzenarten davon profitieren. Im Abschnitt Kirchberg-Rohr wird ein wichtiger Korridor im Biotopverbund der Raab erwandert.
Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!
Termin: Sonntag, 22. März 2026, 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Ort / Treffpunkt: Parkplatz bei Bushaltestelle „Fladnitz im Raabtal Abzweigung Bahnhof“
Preis: 15 € (Freie Teilnahme für Berg- und Naturwächter!)
Webinar „Schulgarten gemeinsam gestalten“ am 25. März 2026, 16-17 Uhr
Wie man mit einfachen Mitteln aus „monotonen“ Freiflächen wahre Naturerlebnisparadiese schafft.
In diesem Webinar werden Trittsteinbiotope für Schul- und Kindergärten vorgestellt, die sich gemeinsam mit Kindern nicht nur einfach umsetzen, sondern auch pflegen lassen.
Das Webinar ist kostenfrei und wird im Rahmen des Projektes „Vielfalt im Schulgarten“ von Land Steiermark und Europäischer Union finanziert.
Die Veranstaltung wird über Zoom abgehalten. Die Zugangsdaten werden bei der Anmeldung übermittelt.
1,5 Jahre lang konnten im Zuge des Projektes „Auen-Renaturierung im Europaschutzgebiet Steirische Grenzmur“ des Natur-, Umwelt und Klimaschutzvereins NUKV Maßnahmen zur Förderung des zweitgrößten Auengebietes Österreichs umgesetzt werden. Die Datenlage über den Zustand des Waldes wurde aktualisiert und nach Ziel-Arten wie Hirschkäfer, Grauspecht und Kammmolch gesucht. Gemeinsam mit Waldbesitzer*innen wurden Bäume gepflanzt und Lebensräume für Amphibien wiederhergestellt. Totholz für den Hirschkäfer und scharlachroten Plattkäfer wurde gesichert.
Durch gemeinsame Pflanzaktionen, einem „River Walk“ mit jungen Erwachsenen und Informationsveranstaltungen wurde aktuelles Wissen geteilt und konnten mehr Menschen für den Auwald begeistert werden.
Im Zuge der Exkursion werden beispielhaft einige Maßnahmenflächen besucht und ihr Nutzen und die Herausforderung bei der Umsetzung besprochen. Nebenbei wird der Frühling in einem Gebiet mit hoher ökologischer Bedeutung genossen.
Ziel: Die Veranstaltung soll zeigen, warum und welche Maßnahmen notwendig sind um einen sensiblen, artenreichen Lebensraum wie den Auwald zu fördern und den hohen ökologischen Wert zu erhalten.
Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!
Hinweis: Diese Veranstaltung wird als Pflichtfortbildung für Berg- und Naturwachtorgane gemäß § 21 Abs 2. Stmk. Berg- und Naturwachtgesetz anerkannt.
Termin: Samstag, 18. April 2026, 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Ort / Treffpunkt: Parkplatz bei Thermenweg 10, Bad Radkersburg
Preis: 20 € (Freie Teilnahme für Berg- und Naturwächter!)
Auf den Trautenfelser Naturschutzflächen befinden sich unterschiedliche Lebensräume, die eine große Artenvielfalt beherbergen. Die Bewirtschaftung dieser Flächen ist daher von besonderer Sensibilität. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Maßnahmen zur Wiederherstellung von Lebensräumen getroffen. Wir werden die neu eingesäte Iriswiese vorstellen sowie die angelegten Amphibienbiotope und die Umsetzungen einer naturschutzfachlich optimierten Bewirtschaftung. Die Exkursion führt zur Zeit der Vollblüte der Iris durch verschiedene Wiesentypen. Wir diskutieren und erfahren Maßnahmen zur Wiederherstellung und zur Bewirtschaftung.
Ziel: Kennenlernen von Maßnahmen zur Wiederherstellung und naturschutzgemäßen Bewirtschaftung von Naturschutzflächen
Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!
Termin: Freitag, 22. Mai 2026, 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort / Treffpunkt: Eingang zu den Trautenfelser Naturschutzflächen am Radweg zwischen Trautenfels und Niederstuttern
Preis: 20 € (Freie Teilnahme für Berg- und Naturwächter!)
Für viele Privatpersonen ist der Schutz der Naturvielfalt ein großes Anliegen und sie möchten sich aktiv dafür einsetzen. In ihren Privatgärten können sie einen wichtigen Beitrag leisten und wertvolle Rückzugsorte für verschiedene Arten schaffen. Das Seminar dreht sich um verschiedene Kleinlebensräume, die in Gärten als Trittsteinbiotope langfristig geschaffen werden können. Dazu zählen z. B. Blühflächen, Totholzelemente, Steinlebensräume, naturnahe Staudenbeete, kleine Tümpel und verschiedene Nisthilfen. Außerdem wird die naturnahe Hecke als Tausendsassa unter den Kleinlebensräumen vorgestellt. Die Förderung bestimmter Tiergruppen wie Schmetterlinge, Eidechsen, Wildbienen oder Vögel ist ebenfalls Thema des Seminars.
Die Standortwahl, die unterschiedlichen Schritte der Anlage, die Pflege sowie der Mehrwert unterschiedlicher Kleinlebensräume werden besprochen. Anhand konkreter Praxisbeispiele im Naturgarten von Familie Skoff bekommen die Teilnehmer:innen einen Eindruck davon, worauf es ankommt, damit auch ihr eigener Garten ein Zuhause für die Vielfalt werden kann.
Ziel: Im Zuge des Seminars lernen die Teilnehmer:innen welche Kleinlebensräume für welche Tiergruppen besonders wichtig sind und erlangen ein Grundwissen über Anlage und Pflege ausgewählter Kleinlebensräume. Darüber hinaus erwerben sie die Kompetenz geeignete Kleinlebensräume für den eigenen Garten auszuwählen sowie Wissen über das 1×1 des biodiversitätsfreundlichen Gartens.
Anmeldung erbeten bis eine Woche vor der Veranstaltung!
Termin: Freitag, 12. Juni 2026, 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort / Treffpunkt: Die Amtmann, Kranachberg – Gamlitz – Naturpark Südsteiermark
Preis: 20 € (Freie Teilnahme für Berg- und Naturwächter!)